Workshop 3: Von der Idee zum Projekt

Business Modell Canvas
Voriger
Nächster

Am 15.01.2020 luden wir zum vorerst letzten Workshop des Innovationsforums XReal.berlin ein. Als Austragungsort wurde das Aufnahmestudio der Musik- und Tonproduktionsfirma Picaro Media ausgewählt. Die Lokalität wurde vom regelmäßigen Workshop-Teilnehmer und Picaro Media-Gründer Peter Weinsheimer bereitgestellt, und befand sich in einer zu einem Tonstudio umgebauten Kirche. Ein Ort also, der Tradition mit Moderne verbindet, so wie das Vorhaben von XReal.berlin.

Nachd einer Einführung und Begrüßung durch Projektkoordinator Luc Moser und dem Moderator des Workshops Norbert Hillinger, wurden die Ziele des Workshops an diesem Tag erläutert. Das Vorhaben war es, aus den Erkenntnissen der vorangegangenen Workshops Ideen zu neuen Applikationsansätzen zu entwickeln, und diese als konkrete Business Cases zu modellieren. Kurzum: Aus der Verbindung von Musik und Performing Arts mit neuen Medien sollten neue Geschäftsmodelle und Projekte entstehen.

Den Anfang der Veranstaltung machten zunächst aber kurze Impulsreferate, in denen sich einige neue Akteure den Teilnehmern vorstellten. Herr Hillinger erklärte sogleich seinen Beruf als Trend- und Innovationsforscher, wobei er die Wichtigkeit von Innovation, Kreativität und Technik in seinem Tätigkeitsfeld betonte. Ein wichtiger Punkt, der den Zuhörern für das spätere Brainstorming im Gedächtnis bleiben sollte!

Ebenfalls stellte sich der Gastgeber und seine seine Arbeit vor. Herr Weinsheimer beschäftigt sich neben der Aufnahme und Postproduktion für Musik und Sprache vor allem im Bereich mit „Immersive Audio“. Aktuell ist er in der Entwicklung einer neue Form der Kopfhörerwiedergabe involviert. Die von ihm entwickelten Kopfhörer sollen mit „binauralen Wiedergabe“ dem Hörer ein 360°-Klangereignis erlauben, bei dem ein auditativer Raumeindruck entsteht.  

Das letzte Impulsreferat hielt Patrick Breitenbach von ZDF Digital. In seinem Vortrag ging Herr Breitenbach auf die aktuellen Trends der XR-Technologien ein. Neben sich in Entwicklung befindenen Gadgets, der sogenannten „Spatial Sound“-Technologie und neuen Einsatzmöglichkeiten in der Unterhaltungsbranche, drehte es sich auch um XR-Inhalte. Ein Aspekt dessen Wichtigkeit schon in Workshop 2 hervorgehoben wurde.

Kreativsession: Aus Ideen werden Projekte              

Nachdem der letzte Referent seinen Vortrag beendete, ging es sogleich in die Kreativsession. Hierfür teilten Herr Moser und Herr Hillinger unsere Gäste in vier Gruppen ein, wobei sie darauf achteten, dass jeder Akteuer aus verschiedenen Tätigkeitsfeldern kam, um unterschiedliche Sichtweisen auf das Thema zu gewährleisten. Der Ablauf der Kreativsession sah es vor, dass jede Gruppe zunächst anhand von kleinen Inspirationen vier Geschäftsmodelle entwirft, die XR mit Musik und Performing Arts verbinden. Anschließend wurden in einer kurzen Präsentation, dem sogenannten „Elevator Pitch“, die Grundzüge dieser Modelle vorgestellt. Hierauf folgte eine Aus- und Bewertung durch die anderen Workshopteilnehmer.
 
Die beste Idee einer jeden Gruppe wurde daraufhin ausgewählt. Die Aufgabe war es nun, die ausgewählte Idee noch weiter zu vertiefen und in einem sogenannten Business Modell Canvas darzustellen. Hier sollte das Projekt nach Schlüsselressourcen, Einnahmequellen, Kundensegmenten und weiteren in der Umsetzung relevanten Kriterien bewertet werden. Alsdann die Gruppen mit ihrer Darstellung auf dem Business Modell Canvas fertig waren, konnte die finale Auswertung beginnen.

Ergebnisse

Die vier besten Konzepten konnten sich wahrlich sehen lassen:

  • die „Culture Cabin“, eine abgeschlossene Box, in der der Benutzer eine entspannende audiovisuelle 360°-Projektionen erleben kann
  • das „Theatrofons“, ein VR-Gerät, das es dem Anwender erlaubt, sich virtuell in ein Live-Konzert seiner Wahl überall auf der Welt einzuschalten
  • „KeinStaub“ soll mittels Drohnen und einer AR-Anwendung auf dem Smartphone ein geruch- und feinstaubloses Feuerwerk präsentiert werden
  • „Beyond“, eine interaktive, digitale Ausstellung, in der Besucher die Geschichte der Klassik hautnah erleben können.
 
Wir sind bereits sehr gespannt darauf, wie sich diese Businessmodelle weiterentwickeln werden und freuen uns darauf, diese und weitere Erkentnisse auf dem Innovation Day der Avant Première 2020 in Berlin zu präsentieren.