Workshop 1: Kick-off Meeting

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Der erste Workshop fand am 19.09.2019 im Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS statt. Der Auftakt war bereits ein voller Erfolg. 25 neugierige Zuhörerinnen und Zuhörer aus Berlins Kunst- und Kulturwelt, den Medien, der Industrie, Forschung und Bildung fanden sich ein, um mehr über die spannende Welt der „extended Reality“ zu erfahren.

Die Themen und Referenten

Ziel des ersten Workshop war es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den gleichen Wissensstand über die Entwicklung und aktuellen Potenziale von XR-Technologien zu bringen.

Hierzu luden wir vier Experten auf dem Gebiet der XR-Technologien ein, die in Vorträgen ausführlich über ihre Fachgebiete referierten.

Die Vorträge hielten Herbert Rüssler, Abteilungsleiter des Geschäftsbereich VISCOM bei Fraunhofer FOKUS; Christian Fuhrhop, Project Manager der Business Unit FAME bei Fraunhofer FOKUS; René Rodigast, Business Manager beim Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT; Prof. Dr. Robert Strzebkowski, der im Fachbereich Informatik und Medien an der Beuth Hochschule lehrt und forscht.

In offenen Diskussionsrunden beantworteten die Experten anschließend noch Fragen aus dem Publikum. Weiterhin bekamen die Teilnehmer des Innovationsforum eine Führung durch die Labore des Frauenhofer Institut FOKUS. So ergab sich die einmalige Gelegenheit, XR-Technologien, die in der Forschung angewendet werden, aus nächster Nähe zu betrachten.

Ergebnisse

Die interessanten Präsentationen unserer Referenten, mitsamt den Nachfragen in der Diskussionsrunde, brachten Erkenntnisse rund um die Themen Immersvive Video und Audio, 360° TV und XR-Entwicklungstrends zu Tage:

Immersive Video

  • ermöglicht die freie Betrachtung von Objekten und Vorgängen im Raum, Auspielung über Brillen oder Projektionsumgebungen (Bsp.: Kuppelprojektionen in Planetarien)
  • es existieren zwei Richtungen: inside-out und outside-in
  • die Position im Raum muss genau aufgenommen werden
  • problematisch sind (noch) Verdeckungen und teilweise Aufnahme von Objekten
  • es mangelt an Inhalten

360° Interactive TV

  • die Nachfrage für interaktive 360°-TV-Technologie besitzt eine hohe Reichweite und das Potenzial, den „normalen“ Fernseher als Standardgerät abzulösen
  • die Technologie zeichnet sich durch eine einfache Nutzung und gute Videoqualität aus, jedoch wird eine Kooperation mit den Fernsehanstalten zur Umsetzung vorausgesetzt
  • trotz bestehender technischer Limitationen, wie die ausschließliche Nutzung von interaktiven Videos und Tastaurnavigation, kann 360° Interactive TV mit ausreichender Planung realisiert werden

Immersive Audio

  • Immersive Audio steht gerade stark im Trend, auch wenn für eine breite kommerzielle Anwedung noch Kompromisse gemacht werden müssen
  • diese Form der Audiowiedergabe ist ideal, um visuellen Objekten eine reale akustische Ergänzung zu geben
  • nur durch objektbasierter Audioproduktion- und wiedergabe können Parameter von Bild und Ton vereint werden
  • realistisch betrachtet bleibt momentan massenmarktaugliche Technologie für 3D-Klangwiedergabe eine Herausforderung

XR – Entwicklungstrends, Einsatzperspektiven, Interaktionstechnologien

  • das Smartphone wird auch in drei bis fünf Jahren das massenkompatible XR-Gerät bleiben
  • mit Mixed-Reality-Brillen drängt die nächste Generation von XR-Geräten auf den Markt
  • Forschung und Tests an aktuellen MR-Brillen-Technologien ist unabdingbar für zukünftige Konzepte und Entwicklungen
  • VR-Brillen sowie -Anwendungen etablieren sich zunehmend, besonders durch das Angebot in der Gaming-Industrie
  • Grafik- und Anzeigequalität von XR-Geräten muss für den Massenmarkt noch deutlich gesteigert werden
  • Gestenerkennung, haptisches Feedback und multimodale Interaktionstechniken müssen verbessert, bzw. erst ermöglicht werden
  • Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Performing Arts und Musik sind äußerst vielfältig

Das Netzwerk entsteht

Das Hauptanliegen des Innovationsforum ist es, Akteure verschiedener Fachgebiete zusammenzubringen und ein Netzwerk aufzubauen, das interdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsprojekte hervorbringen soll.

Dieser Ansatz bildete der Beginn und das Ende des ersten Workshops. Zur Eröffnung konnten sich die Teilnehmer in einem sogenannten „Business Speed-Dating“ besser kennenlernen. Nach den letzten Präsentationen, Gesprächsrunden und der Auswertung über die Erkenntnisse des Tage wurde das Forum für einen allgemeinen, regen Austausch geöffnet.

Eifrig wurden Visitenkarten ausgetauscht und intensive Gespräche geführt. Es ergaben sich daraus schnell Verbindungen zwischen den Vertretern der verschiedenen Branchen. Eine Grundlage wurde geschaffen, auf der die folgenden Workshops aufbauten.